Wie man das Weihnachtsgeschäft ankurbelt

16 400x300 Blank in Wie man das Weihnachtsgeschäft ankurbelt Ich wohne in Hamburg-Blankenese. Der Stadtteil ist bekannt für seine schicke Elbchaussee und das ebenso edle Treppenviertel und dafür, dass auf dem Markt die Gurke 20 Cent mehr kostet als ein paar Kilometer weiter. Im Grunde genommen aber ist Blankenese nur ein kleiner Ort, der zwar vordergründig mit Prachtvillen prahlt, in der zweiten oder dritten Reihe aber mit Häusern von durchaus konventionellem Stil aufwartet. Und weil Blankenese so klein und beschaulich ist, gibt es auch nur eine echte Einkaufsstraße. Nun ist es auch in meinem Stadtteil so, dass die Einzelhändler das Geld nicht mit der Schubkarre zur Bank fahren, sondern zusehen müssen, dass am Jahresende ein positives Ergebnis unterm Strich steht. Wen wundert es da, dass viele Läden auf ein gutes Weihnachtsgeschäft hoffen.

Da der Blankeneser an sich lauffaul ist und lieber mit seinem Auto als per Pedes in den Ort kommt, sind die wenigen Parkplätze entlang der Einkaufsstraße immens wichtig. Denn ein Parkhaus gibt es nicht, wenngleich sich Interessenvertreter und die Kirche schon seit Jahren über den Bau einer Tiefgarage unter dem Marktplatz streiten. Umso schöner ist es, wenn man eine der wenigen freien Parkbuchten ergattert …

In diesem Jahr ist aber alles anders. Denn während ein Hauseigentümer auf die Idee kam, just zur Weihnachtszeit sein Gebäude großzügig einzurüsten und die vor dem Haus liegenden Parkplätze zu okkupieren, wollte die Baubehörde dem nicht nachstehen und reservierte flugs die gegenüberliegenden Buchten für sich. Auch ein paar Meter weiter flattert vor einer Bucht mit fünf Plätzen seit Wochen ein Absperrband. Folge: Auf einen Schlag sind mehr als die Hälfte der verfügbaren Stellplätze weg. Und das mitten im Weihnachtsgeschäft. Wenn ich das sehe, frage ich mich: Muss das sein? Dass die Einzelhändler das einfach ganz gelassen hinnehmen, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Dem einen oder anderen Laden dürfte damit das Weihnachtsgeschäft tüchtig verhagelt werden. Mal sehen, welche Händler den nächsten Winter in der kleinen Einkaufsstraße noch erleben …

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